Störungsbilder von A - Z

Die Bezeichnung "Störungsbild" ist eine rein beschreibende und sagt nichts über den Schweregrad einer möglichen Störung aus.

Man unterscheidet zwischen dem Sprechen und der Sprache.

In den Bereich des Sprechens fallen beispielsweise Artikulationsstörungen, wie etwa der Sigmatismus

In den Bereich der Sprache fallen unter anderem Phonologische Störungen.

 

Phonologische Störung
Hierbei handelt es sich um eine Sprachstörung. Das Kind hat einen sogenannten „Phonologischen Prozess“ seiner Sprachentwicklung noch nicht überwunden. In den meisten Fällen sind bereits alle Laute erworben, das Kind kann diese jedoch noch nicht korrekt einsetzen. So spricht es das Wort „Kasse“ beispielsweise als „Tasse“.
Neben Lautersetzungen kann es zur Auslassung von Silben kommen. So würde das Wort „Banane“ als „Nane“ gesprochen, oder das Wort „Krankenhaus“ als „Krankhaus“.
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl weiterer Prozesse. Um diese zu erfassen, zu kategorisieren und daraus Therapieschwerpunkte abzuleiten, führt der Logopäde einen entsprechenden Test durch.

Sigmatismus
Der Ausdruck "Sigmatismus" basiert aus dem griechischen Namen "Sigma" für den Buchstaben "S". Er stellt den Fachausdruck für eine umgangssprachlich als "Lispeln" bezeichnete Artikulationsstörung dar.
Dabei unterscheidet man drei Arten des Sigmatismus:

  • addental: Die Zunge stößt bei der Bildung der S-Laute gegen die Frontzähne  
  • interdental: Die Zunge stößt bei der Bildung der S-Laute zwischen die Frontzähne
  • lateral: Der Luft entweicht bei der Bildung der S-Laute über die Zungenränder. Der Volksmund bezeichnet dies als „Hölzeln“.

Häufig ist der Sigmatismus ein Zeichen für ein falsches Schluckmuster, das in den meisten Fällen zu einer Zahnfehlstellung führt.